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Innovationen für Passivhäuser

 

Passivhäuser sind die ideale Verbindung aus einer ökologischen Vorgehensweise und der Suche nach Lebenskomfort. Sie sind das Ergebnis von zahlreichen Innovationen bei den verwendeten Materialien und der Nutzung von Solarenergie. Die Passivhaus-Methode entwickelt sich in ihren Bauweisen, ihrer Energieerzeugung und erfährt technologische Innovationen, die die Welt der Passivhäuser revolutionieren. Übrigens, wenn ein Passivhaus Energie produziert, kann es ein Haus mit positiver Energiebilanz werden. Einige Experten wollen dabei noch weiter gehen als die Normen RT 2012 und RT 2020 und widmen ihre Arbeit der Entwicklung innovativer Lösungen um den Energieverbrauch der Wohnungen noch mehr zu verringern. Entdecken Sie einige dieser neuesten Innovationen.

Innovationen bei den Konstruktionsmaterialien

Hanfbeton

Hanfbeton vereint mehrere Vorteile. Er bietet eine gute Feuerbeständigkeit, einen geringen CO2-Fußabdruck, gute Wärmeeigenschaften, gute akustische Eigenschaften und hat unter anderem eine Lebensdauer von etwa 100 Jahren. Es ist heute möglich, ein Gebäude mit einer Höhe von 25 Metern mit diesem Material zu bauen und bei Fertigbauweise mit Hanfbetonplatten, lassen sich bereits neue Perspektiven erahnen.

Zudem erlauben Hanfbeton-Fassaden auf Holzträgern eine leichte Wandstruktur aus Beton. Sie bestehen aus zwei an die Nachbargebäude grenzenden Mauern mit einer 4cm-dicken Isolation aus Holzwolle und einer zentralen Trennwand. Unterdessen ist das Material nicht tragend und muss durch Holzstreben unterbrochen werden, die die Last des Gebäudes tragen.

Genauer gesagt wird die Hanfbetonmischung auf Holzplatten aufgetragen, die 3 bis 4 Meter breit und 2,50 Meter hoch sind und auf der Trägerstruktur angebracht werden. Eine Veredelung mit mikroporöser Farbe innerhalb der verlorenen Schalung, einer Fermacell Gipsplatte, erlaubt es die Fähigkeit zur Regulierung durch Gasaustausch zu erhalten. Dank dieser Technik werden 95% der Temperaturschwankungen und 85% der Feuchtigkeitsschwankungen absorbiert.

Holz

Holz ist eines der beliebtesten Materialien auf dem Markt rund um Passivhäuser. Lignatech zum Beispiel hat sich in Frankreich als einer der Spezialisten im Bau von Passivhäusern und Niedrigenergiehäusern etabliert. Das Unternehmen, welches regionales Holz verwendet, arbeitet, wie auch seine Konkurrenten, ständig an Innovationen. Seit 2019 bietet es eine Trägerwand aus Holzplanken an, die durch Nägel verbunden und mit einem zweiten Rahmen gepaart sind. Dieser enthält ein Isolat aus Holzfaser, das von der Firma Isonat in Malby produziert wird. Die Lignapli-Wand lässt sich schnell aufstellen. Für die Oberfläche stehen verschiedene Optionen zur Auswahl; Holzverkleidung, Mineralputz, etc. Der Trägerboden Lignadal, der von Lignatech entwickelt wurde, besteht aus Holztritten und einer Holz-Beton-Mischung, deren Tragweite ohne Unterstützung 8 bis 9 Meter beträgt. Dank dieser Innovationen sind die Häuser sehr leistungsfähige Energiesparer.

Abdichtung von Türen und Fenstern

Isolation ist ein zentrales Element im Bau von Passivhäusern und die Abdichtung der Öffnungen spielt eine essentielle Rolle.

Isolation bei Holzbauelementen

Die Entwicklungen der Vorschriften zur Wärmeregulierung drängen die Hersteller dazu, ihre Abdichtungslösungen immer leistungsfähiger zu gestalten.

Aus diesem Grund hat das Unternehmen Illbruck sein System i3 entwickelt, das eine dreifache Barriere sicherstellt; eine Abdichtung gegen Regen und Feuchtigkeit, die von außen auf die Fassade einwirken, eine thermische und akustische Abdichtung und eine Abdichtung gegen Luftzug.

Das System i3 kann in Ihren Bau- und Renovierungsprojekten angewendet werden und bietet unterschiedliche Möglichkeiten zur Verlegung; als Tunnel zwischen Mauer und Rahmen, als Wandaufsatz oder auf alten Rahmen.

Fenster und Wärmeleistung

Die Wärmeleistung von Fenstern ist ein wichtiger Faktor in der Auswahl der Fenster für ein Passivhaus. Das FTT U8 von FAKRO ist auf dem Markt aktuell die leistungsstärkste Variante auf dem Markt. Es ist mit einem einzigen Scheibensatz ausgestattet und wird mit Thermo EHV-AT-Leisten installiert. Sein Wärmeübergangskoeffizient beträgt 0,58W / m2K. Es ist außerdem durch das Passivhausinstitut zertifiziert.

Die passive Doppelverglasung des Fensters besteht aus vier Scheiben gehärtetem Glas (gehärtetes Glas außen, zwei Zwischenscheiben aus gehärtetem Glas mit geringer Emissivität und eine innenliegende Scheibe aus ebenfalls gehärtetem Glas mit geringer Emissivität). Diese sind in einer Folie eingefasst, die die Bildung von Kältebrücken auf ein Minimum reduziert. Die Wärmeisolation wird somit optimiert.

Dieses Fenster ist in verschiedenen Abmessungen verfügbar und auch an Dachschrägen angepasst, deren Neigung zwischen 15° und 70° liegt. Es ist mit dem topSafe System ausgestattet, welches eine erhöhte Bruchsicherheit ermöglicht. Aus ästhetischer Sicht sind diese Fenster aus vakuumbeschichtetem Kiefernholz sehr resistent und bieten eine Lackierung aus zwei Schichten Acrylfarbe mit einem eleganten Griff.

Passivhaus und Smart Home

Passivhäuser sind mit innovativen Lösungen zur Heimautomatisierung ausgestattet. Unter den zahlreichen Beispielen, die zu nennen wären, erlaubt Ihnen das französische StartUp Qarnot Computing die Wärme, die Computer und IT-Vorgänge ausstrahlen, zum Heizen Ihres Hauses zu nutzen. Dies ist mit Hilfe von digitalen Heizkörpern möglich, deren Wärmequelle aus Prozessoren besteht. Diese Wärme, die von IT-Geräten ausgestrahlt wird, wird anstelle des Kühlens, das normalerweise in Datenzentren notwendig ist, genutzt.

Wenn der Bau eines Passivhauses zu Ihren Projekten gehört, können wir Ihnen nur ans Herz legen, sich an einen spezialisierten Baudienstleister zu wenden. So kann eine gezielte Thermoanalyse durchgeführt werden, um die optimale Abdichtung des Hauses vor Außenluft zu sichern und Ihnen die bestmögliche Isolation zu garantieren.

 

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