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Epochen und ihre Architektur

 

Epochen sind große, geschichtliche Zeitabschnitte, die verschiedene Merkmale in Literatur, Kunst und Architektur haben. Wir geben Ihnen einen kleinen Überblick über die Epochen und ihre architektonischen Merkmale.

Die Romantik

In Deutschland beginnt die Epoche der Romantik im 10. Jahrhundert und wurde im 13. Jahrhundert von der Gotik abgelöst. 

Die Epoche kann in die Frühromanik (900 – 1070), Hochromanik (1070 – 1170) und Spätromanik (1170 – 1240) eingeteilt werden. 

Die romanische Architektur zeichnet sich durch massive Bauwerke mit halbkreisförmigen Bögen für Fenster und Öffnungen aus. Im romanischen Baustil wurden sakrale Bauwerke wie Kirchen, Klöster und Burgen gebaut.

Kennzeichnend für den Baustil sind dicke Mauern und kleine Fenster. Die massiven und dunklen Bauwerke haben meistens schlichte Fassaden. Für Fenster, Türen und Mauerwerksöffnungen werden halbkreisförmige Bögen verwendet. Zur Gestaltung von Wandflächen und Fassaden benutzte man Rundbogenfries, ein Zierelement aus Halbkreisbögen zur Gestaltung von Wandflächen und Fassaden. Außerdem sind in Bauwerken der Romantik kunstvolle Wand- und Bodenmosaike mit geometrischen Mustern aus Marmor zu finden. 

 

Architektur der Romanik
Architektur der Romanik

 

Die Gotik

Die Epoche der Gotik folgte nach der Romanik. In Deutschland kann der Beginn des Zeitalters der Gotik auf das 13. Jahrhundert datiert werden. Sie wurde im 16. Jahrhundert von der Renaissance abgelöst. 

Die Gotik zeichnet sich durch filigrane Bauwerke mit durchbrochenen Außenwänden mit fein strukturierten Fenstern aus. Außerdem sind oft Spitzbögen und Gewölbe zu finden. Farbige Glasfenster und Fensterrosen sind typisch für den Baustil der Gotik. Skelettbauweise mit Kreuzrippengewölben prägen Innenräume und ermöglichen das Öffnen der Wände. Des Weiteren gibt es ein aufwändiges Strebewerk, das die aufstrebenden Kathedralen ermöglicht. 

 

Epochen und ihre Architektur

 

Epochen und ihre Architektur

 

Die Renaissance

Die Gotik wurde von der Renaissance abgelöst, welche auch den Beginn der Neuzeit markiert. Sie begann im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts und endete in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Der Begriff Renaissance stammt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt Wiedergeburt. 

In dieser Epoche waren antike Bauwerke das Vorbild in der Architektur. Vor allem Elemente aus der römischen Architektur wurden nachgebaut. Die Architekten dieser Zeit achteten sehr auf die Einhaltung von Symmetrie und strengen Proportionen. Die verwendeten Elemente basierten häufig auf geometrischen Formen. In dieser Epoche wurden heilige Orte umfunktioniert. So sollten beispielsweise Kirchen als Versammlungsort dienen. Außerdem waren die Bauwerke oft mit hellem Marmor verkleidet. 

Epochen und ihre Architektur

 

Der Barock

Die darauffolgende Epoche des Barocks begann Ende des 16. Jahrhunderts und erstreckte sich bis zu den 1770er Jahren. In dieser Zeit haben Kirchen, Paläste und Gärten häufig gewaltige Ausmaße und drücken leidenschaftliche Bewegtheit aus. Neben barocken Schlössern wurden großzügig angelegte Gartenanlagen gebaut. Im Gegensatz zum Baustil der Renaissance, bevorzugte man im Barock dynamische Bewegungsformen wie bewegte Fassaden und Raumverschleifungen anstelle von sichtbarer Statik. Auch achtete man auf starke Kontraste in Lichtführung, Farbigkeit und Formen. In barocken Bauten sind viele aufwendige Malereien zu finden. Kurzzeitig wurde der Barock von der Epoche des Rokoko verdrängt, welche dann vom Klassizismus abgelöst wurde. 

Epochen und ihre Architektur

Kirche Santa Maria della Salute, Venedig, Italien

 

Der Klassizismus 

Zwischen 1770 und 1840 war die Epoche des Klassizismus. Vorbild der klassizistischen Architektur waren besonders griechische Tempel der Antike. Zu dieser Zeit drückte sich die Architektur durch den Drang nach Monumentalität, Prunk und Größe aus. Der von Säulen getragene Kuppelbau war sehr beliebt. Es kamen außerdem vermehrt klassische Grundformen wie Dreiecke, Kreise, Säulen und Quadrate zum Einsatz. 

Epochen und ihre Architektur

Brandenburger Tor, Berlin

 

Historismus

Der Historismus löste im 19. Jahrhundert den Klassizismus ab und zeichnete sich durch das Phänomen aus, dass Architekten vorzugsweise auf Stilrichtungen vergangener Jahrhunderte zurückgriffen. Mit Beginn des Jugendstils um 1895 fand diese Epoche ein vorläufiges Ende. Die beliebtesten wiederverwendeten Stile waren die Neoromanik, die Neugotik, die Neorenaissance und der Neobarock. 

Epochen und ihre Architektur

Schloss Neuschwanstein, Hohenschwangau, Bayern

 

Klassische Moderne

Um 1900 beginnt gemeinsam mit dem Expressionismus, Futurismus und Kubismus die Phase der klassischen Moderne. Bauwerke der modernen Architektur haben ihren Fokus auf Verstand, Logik und reiner Funktionalität. So wurden repräsentative Details und auffällige Verzierungen weggelassen. Die für Gebäude verwendeten Materialien waren industriell gefertigte Baustoffe. 

Epochen und ihre Architektur

 

 

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